Wie die neugeborenen Kindlein …

1. Petrus 2,2            „Wie die neugeborenen Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch …!“

Zum letzten Mal saßen die Neu-Getauften mit ihren weißen Taufkleidern im Gottesdienst. In der Osternacht waren wie getauft worden. Vor sieben Wochen (am Sonntag nach Aschermittwoch) hatten sie die Taufkleider erstmals übergezogen. Und nun, eine Woche nach Taufe und Unterricht, am sogenannten „Weißen Sonntag“ oder „Quasimodogeniti“ galten sie in der christlichen Gemeinde „wie neugeborene Kinder“:
– von Gott geboren, hinein geboren in die christliche Gemeinde,
– neu geboren „durch Wasser und Geist“.
– Eine ganz neue Existenz in der „Familie der Christen“ hatte begonnen.  
Von nun an war klar:
– Diese neuen Christen waren mit der Gemeinde unterwegs Richtung Himmel.
– Zur irdischen Familie kam nun die „geistliche“ Familie dazu.
– Und es gilt: Der irdische Tod hat nun nicht mehr das „letzte Wort“.  Vielmehr ist der
  Tod verschlungen vom Sieg des auferstandenen Jesus über den Tod! (1. Kor. 15,54).
– Von nun an gehört auch diesen jungen Christen die Ewigkeit.

Heutzutage werden in unseren Kreisen vorwiegend Kinder getauft und nicht mehr -wie seinerzeit üblich- vorwiegend Erwachsene. Dennoch gilt auch heute noch: wer glaubt und getauft wird, der hat das ewige Leben und lebt mit Ewigkeitskurs. Der ist sozusagen „neugeboren“, hat das „weiße Kleid“ der Sündenvergebung angezogen. Ziel des Lebens ist die neue Welt Gottes. Jesus, der auferstandene Herr geht voraus, geht mit und gibt, alles, was zum Leben nötig ist.

Daran lasst uns von Herzen festhalten!
Das wünscht für sich und für Sie
Ihr Norbert Küfeldt, Pfarrer Meinhardswinden

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