Was für ein Vertrauen

Unter diesem Thema stand der 37. evangelische Kirchentag in Dortmund. Die wenigen Worte sind aus dem 2. Buch der Könige im Alten Testament. Könige spielen in der Geschichte des Judentums eine oft zwielichtige Rolle. Der König Hiskia, vom dem hier die Rede ist, ist eine Ausnahme. In den politischen Auseinandersetzungen etwa um 700 vor Jesus vertraut er auf Gott und beeindruckt sogar den assyrischen König Sanherib, der bereitsteht, Jerusalem zu erobern. In Verhandlungen vor der Übernahme der Stadt treffen sich Gesandte beider Länder. Ein assyrischer Gesandter sagt zu einem Gesandten aus dem Volk Israel: „Was für ein Vertrauen, das dein König Hiskia hat!“Schließlich, so wird erzählt, ist das Vertrauen des Königs Hiskia auch gerechtfertigt. Gott hilft ihm, und die Armee der Assyrer zieht ab. Israel und Jerusalem sind gerettet.

Vertrauen steht ja für Glauben. Glauben ist Vertrauen. Und selbst wenn wir manchmal zweifeln, behält das Vertrauen seinen Wert. Das Gegenteil von Glauben ist nicht Unglauben, sondern Misstrauen. Wie schlimm ist es, wenn Menschen sich mit Misstrauen begegnen. Kann ich diesem Menschen vertrauen? Stimmt das, was er sagt? Meint er es gut mit mir? Kann ich ihm vertrauen? Wir Menschen werden einander oft enttäuschen, aber das Vertrauen sollen wir nie verlieren.

Genauso wichtig ist ein gesundes Selbstvertrauen, nicht zu hoch und abgehoben von sich selbst denken, aber auch nicht zu klein und minderwertig. Wer sich selbst nicht vertraut, dem wird es auch schwer fallen anderen zu vertrauen. Wer kein Selbstvertrauen hat, wird immer misstrauisch sein. Er kann es nicht glauben, dass es der andere gut meinen könnte. Deshalb wird er nur seine eigenen Vorurteile pflegen, aber nicht die Erfahrung von gegenseitigem Vertrauen machen.

Wer glaubt und vertraut, wird geführt, auch wenn er es noch nicht erkennt. In einer schweren Zeit schreibt einer an Menschen, die ängstlich und verzagt sind, weil sie Gottes Hilfe nicht mehr erkennen (Hebr. 10,35): Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Wer glaubt, wird geführt. Und wer dieser Führung vertraut, wird sie eines Tages auch erkennen. Gott vertrauen kann ich immer, unter allen Umständen; vertrauen darauf, dass Gott es gut mit mir meint.

(Foto iwkoeln.de Text F.Müller. Die Ansichten sind persönliche Meinungen des Verfassers.)

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