Mit Masken leben

Am Sonntag Kantate, es war der 10. Mai, feierten viele Kirchengemeinden nach Wochen wieder Gottesdienste. Nicht wie sonst, sondern auf Abstand, mit Nase-Mund-Masken, ohne Gesang und ohne persönliche Kontakte. Immerhin können wir jetzt wieder Gottesdienste feiern und werden das Beste aus der Situation machen.

Masken… wann trägt man die sonst? Ärzte und Schwestern im Krankenhaus bei einer Operation tragen Schutzmasken, die uns jetzt auch verpflichtend vorgeschrieben worden sind. Es gibt auch andere Masken, z.B. im Karneval, da versteckt man sich hinter einer Maske, schlüpft in eine Rolle, die man spielen will. Egal wie es mir geht. Ob ich traurig oder fröhlich bin: hinter der Maske verschwinden meine echten Gefühle. Die anderen sehen nicht mein wahres Gesicht. Hinter einer Maske kann ich mich gut verstecken.

Auch ohne Corona setzen sich viele Menschen im Alltag Masken auf und sind somit wie unsichtbar. Der Traurige fühlt so, als wäre er froh. Der Schwache tut so, als wäre er stark. Auch Politiker, Models und Sportler haben manchmal unsichtbare Masken auf. Sie tun und sagen dann, was andere von ihnen erwarten. Aber Masken tragen bedeutet oft Angst und Sorgen verstecken.

Wir haben uns daran gewöhnt Masken zu tragen, in Geschäften beim Einkaufen, in der Tankstelle, die Kinder in der Schule und auch im Gottesdienst.

Einem anderen Menschen ohne Maske zu begegnen bedeutet Vertrauen zu haben, ihm mit Offenheit und Ehrlichkeit zu begegnen. Wenn die staatlich verordnete Maskenpflicht dann wieder bald aufgehoben wird, müssen wir wieder lernen, einander frei und offen ins Gesicht zu schauen.

Im 1.Samuelbuch Kapitel 16 Vers 7 heißt es: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an.“ Wir können anderen Menschen immer etwas vormachen, und manchmal machen wir uns selbst auch etwas vor. Wer stellt sich der Realität seines Lebens, der Realität einer Beziehung, in der er lebt? Wir scheuen uns ohne Masken zu leben, weil wir sonst ehrlich zu uns selbst und authentisch sein müssten. Das kann erschreckend sein und nicht immer halten wir das aus. Ein anderer Vers aus der Bibel lautet: „… und wenn uns unser eigenes Herz verdammt, ist GOTT größer als unser Herz…“ (1.Johannes 3, 20)
GOTT, der so nahe ist, wie sonst kein Mensch, der uns kennt, der unser Wünschen und Wollen weiß. ER sieht uns so an wie wir sind … und verurteilt uns nicht, ER liebt uns ohne Ende, vor IHM brauchen wir keine Masken tragen.
Bleiben Sie gesund und Gott befohlen, Ihr Pfarrer Friedhelm Müller.
(Foto FM)

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