Jeder Mensch, der liebt

Eine kleine Geschichte vom Weihnachtsmarkt soll helfen, weihnachtliche Gedanken mitzunehmen in unsere Werktage und Alltage.

An Weihnachten und „Zwischen den Jahren“ ist vielleicht eine etwas ruhigere Zeit für viele, die nicht arbeiten müssen. „Zwischen den Jahren“ heißt diese Zeit, weil es vor Jahrhunderten in Deutschland noch keinen einheitlichen Termin für den Jahresbeginn gab. Manche Regionen hatten das neue Jahr schon mit dem Weihnachtsfest begonnen, andere hatten schon den 1. Januar als Jahresbeginn. Zudem gab es auch lange Zeit zwei Kalender in Deutschland, die unterschiedliche Jahresbeginne hatten, den julianischen und den gregorianischen Kalender. Zwischen beiden Rechnungen lagen zehn Tage. Reiste man von einer Region in die anderen, befand man sich oft wie „zwischen den Jahren“.

In diesen Tagen von Weihnachten bis Neujahr soll eine kleine Geschichte dabei helfen, weihnachtliche Gedanken mitzunehmen in die Zeit unserer Werktage und Alltage daheim und bei der Arbeit.

Eine Mutter und ihr Kind stehen am Glühweinstand, so geht die Geschichte. Das Kind trinkt eine heiße Schokolade. Überall sind Lichter, Weihnachtsmusik, manchmal geht ein Mensch mit Nikolausmütze vorbei.
Vielleicht ist es diese Stimmung, die das Kind fragen lässt: „Mama, gibt es den Weihnachtsmann?“ – „Natürlich“, sagt die Mutter. Mutter und Kind schauen sich an. Die Mutter ahnt wohl, dass noch mehr Fragen kommen. Da kommt auch schon die nächste Frage des Kindes: „Und wer ist das, der Weihnachtsmann?“ Die Mutter nimmt einen kleinen Schluck Glühwein und sagt zu ihrem Kind: „Der Weihnachtsmann ist jeder Mensch, der liebt!“ Das Kind hört gespannt, die Ohren rot vor Neugierde, Kälte und heißer Schokolade. Die Augen sind weit offen. Etwas denkt und arbeitet im Kind. Und dann kommt die wohl entscheidende Frage des Kindes: „Bin ich auch ein Weihnachtsmann? Ich hab‘ dich doch lieb …“ Die Mutter sieht ihr Kind ernst an, legt ihm eine Hand auf die Schulter und sagt: „Selbstverständlich; DU bist das auch!“ Jetzt glühen auch die Wangen des Kindes. Vor Glück, nehme ich an.

Und ich bewundere die Mutter für ihren Ernst. Jeder Mensch, der liebt, ist ein Weihnachtsmensch, im Winter wie im Sommer. Jeder Mensch, der liebt, ist ein Teil von Gottes Herz in der Welt. Ein ganz weites Herz ist das; es umfängt die Welt und reicht bis zu uns heute. Es reicht in alle Werktage und Alltage von Menschen an ihrem Arbeitsplatz, in der Familie und den Nachbarschaften.
Ich hoffe, Sie können sich erfreuen an allen, die Sie lieben und von denen Sie geliebt werden – und wünsche Ihnen ein gesegneten Jahreswechsel.

(Foto prinz.de Text F.Müller nach @buhv.de)

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