Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei

Nun also doch: Boris und Lilly Becker trennen sich, nachdem sie 2009 mit großem Aufwand und Verkauf der Rechte an ihrer Trauung an RTL geheiratet haben. Man kann auch ohne Lautstärke heiraten.

Boris und Lilly Becker beenden ihr Zusammenleben. Bunte Blätter und TV-Magazine haben schon länger spekuliert, ob das Zusammenleben des Ehepaares Becker die schlechten Meldungen der letzten Jahre übersteht: die angebliche Pleite von Boris Becker oder den mangelnden Respekt ihres Mannes, den Lilly Becker einmal öffentlich im Fernsehen beklagte.
Noch im November vorigen Jahres schrieb Lilly Becker in einem offenen Brief anlässlich des 50. Geburtstag ihres Mannes: „Du hast mir ein Leben geschenkt, von dem wahrscheinlich alle Mädchen träumen.“ Dann bedankt sie sich für „emotionale Dinge wie tiefe Liebe und Vertrauen, aber auch Materielles wie luxuriöse Reisen im Privatjet, exklusive Veranstaltungen und noch vieles mehr“. Das klang noch nicht nach Trennung. Nun kommt sie doch. Über einen Rechtsanwalt bittet das Paar dringend darum, wegen des gemeinsamen Sohnes Amadeus die „Privatsphäre zu respektieren“.

Sie selber haben allerdings meist öffentlich gelebt, und das gerne. Überhaupt keine Privatsphäre erbaten sie bei ihrer Trauung im Sommer 2009. Sie verkauften ihr Fest, sozusagen. Der private TV-Sender RTL durfte exklusiv filmen, ein Magazin („OK!“) anschließend exklusiv Bilder der Trauung und des anschließendes Festes drucken.
Die große Freude ließen sie sich gut bezahlen, heißt das; den traurigen Schluss wollen sie lieber nicht besprochen haben. Wenn das kein Widerspruch ist.

Weder diese Ehe noch deren Trennung dürfen uns beschäftigen – außer durch unser Mitgefühl mit den Schmerzen der Beteiligten. Die Lautstärke aber, in der die Ehe begann und gelebt wurde, erstaunt doch. Warum stellt man sich beim Beginn seiner Ehe strahlend auf eine Bühne, erwartet aber an deren Ende eine Privatsphäre? Weil man lieber nicht als Gescheiterte gesehen werden will. Das ist verständlich. Dann sollte man aber auch beim Beginn während der Ehe deutlich leiser bleiben. Wir wissen doch, dass wir scheitern können; bei vielem, nicht nur in der Ehe. Auch Boris und Lilly Becker hätten es wissen können. Und lernten nichts aus ihrer Erfahrung?
Dann sollten wir anderen lernen. Wir dürfen scheitern – und sollten nie so tun, als könne es uns nicht treffen. Menschen heiraten, weil die Bibel uns gleich zu Beginn eine wertvolle Erfahrung schenkt (1. Mose 2,18), direkt aus dem Munde Gottes: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Menschen heiraten weniger aus Liebe; sie heiraten, weil sie einander Halt geben wollen und nötig haben. Dazu braucht es keine Lautstärke – und übrigens auch keine immer höher steigenden Kosten für das Fest.
Es genügt der feste Wille zur bleibenden Verantwortung füreinander; im festen Vertrauen auf Gottes Beistand.

(foto https://dailyverses.net/de/1-mose/2/18/neu Text f.müller nach buhv.de)

Nächste Veranstaltungen

Ökumenische Alltagsexerzitien 2024- Motto "beziehungsweise"
6 Termine 21.02.-20.03.2024
Pfarrerin Möller und Gemeindereferentin i.R. Jonen-Burkard
Ansbach: Kath. Pfarrzentrum St. Ludwig
Ansbach St. Gumbertus / St. Johannis
LebensArt : Film: Brüllfalle Janine Bayer, Erika Hertlein-Grab, Michaela Schumann
Herrieden: Evang. Gemeindehaus - Großer Saal
Herrieden-Christuskirche
Ökumenische Alltagsexerzitien 2024- Motto "beziehungsweise"
6 Termine 21.02.-20.03.2024
Pfarrerin Möller und Gemeindereferentin i.R. Jonen-Burkard
Ansbach: Kath. Pfarrzentrum St. Ludwig
Ansbach St. Gumbertus / St. Johannis
Dekanatssynode : mit Dr. Justus Geilhufe, Pfarrer im sächsischen Freiberg
Muss sich Kirche in einer sich veränderten Welt auch verändern?
Dekan Dr. Matthias Büttner
Ansbach: Gemeindezentrum St. Johannis
Dekanat Ansbach