Getröstet in ein neues Jahr

Wer die Welt sieht wie sie ist, der empfand damals und empfindet heute oft Trostlosigkeit. Die Bibel nimmt diese wahrgenommene Re¬alität immer wieder auf. Jahrhunderte später im Neuen Testament redet der Apostel Paulus davon, wie bedrängt und unsicher unser Leben ist. Und zwar für alle: für Mensch und Tier, für die gesam¬te Schöpfung. Sie stöhnt und seufzt. Wie von selbst wird manches immer schlimmer. Da verhungern Menschen, werden entwürdigt, werden ihrer Möglichkeiten beraubt, von einem Tumor zerfressen. Korruption und Ausbeutung macht sich immer schneller breit. Dass Gott tröstet kann man sich daher nur schwer vorstellen. Wie soll das gehen? Der Prophet Jesaja baut uns deshalb eine Brücke und erinnert uns daran, dass Mütter besonders gut trösten können.

Mütter können trösten, Väter, Freundinnen und Freunde auch. Zum Schlimmsten, was wir erleben können, gehört es wohl, ohne Trost zu sein. Etwa wenn eine Beziehung auseinander geht und keiner da ist, der den Schmerz mit einem teilt. Es mag einem schlecht gehen, man mag sich elend und bedauernswert fühlen, das ist schlimm genug. In diesem Elend dann allein sein zu müssen, niemanden zu haben, der es mit einem aushält, der sich kümmert – das ist unendlich trostlos.

Nun ist aber Trösten typisch für Gott. Das ist gut so. Weil wir erkennen, dass dann, wenn es uns wirklich schlecht geht und wir Trost brauchen, uns nichts hilft, was nach dem Motto daher kommt: „Es ist doch gar nicht so schlimm“ oder „nimm’s dir nicht so zu Herzen.“ Gott setzt ein ABER in die Welt. Ein ABER gegen alles, was geschieht. Ein ABER gegen alles, was durch uns geschieht. Ein ABER gegen das, was wie von selbst jeden Tag geschieht. Es ist ein ABER seines Erbarmens. Es ist das ABER der Auferstehung. Wir haben das Versprechen Gottes, dass er al¬les drehen wird. Was diese Welt und uns quält wird er drehen, wenden, beugen, beenden, besiegen – Jesus hat das letzte Wort, ja, Gott tröstet! Wie fühlt sich solcher Trost an, der mitten in der Welt zum Lob Gottes anstiftet. Mit Worten lässt sich Trost ganz schwer beschreiben oder definieren. Von erfahrenem Trost muss man erzählen. Wo wir uns ge¬genseitig solche Trostgeschichten erzählen, wird etwas davon deutlich, was die Bibel mit Trost meint: aufatmen lassen, Hilfe herbeirufen, er¬mahnen. Trost schenkt also Luft zum Atmen, er ist etwas Befreiendes. Gemeindearbeit darf tröstend unterwegs sein. Sie schenkt Kindern, Ju¬gendlichen und Erwachsenen Trost oder holt Hilfe, wenn sie selbst nicht helfen kann. Wer Trost erlebt hat, spürt den Trost Gottes, kommt in Bewegung und bleibt empfindsam für alle Trostlosigkeit dieser Welt.

(Nach: JürgenKehrberger, in: Andachten, ejw)

 

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