Die Tugenden Preußens

Ein Satz von Immanuel Kant macht Mut, zuversichtlich das Leben mit all seinen Fügungen anzunehmen:
In schwierigen Zeiten gibt es eine gewisse Pflicht zur Zuversicht.“
Zuversicht – eine preußische Tugend als guter Rat für uns heute? Schwierig sind die Zeiten allemal. Wer redet da von Tugend? Eher wird von Angst geredet, als die Kraft, die das Handeln, Denken und Fühlen prägt. Nun war Ansbach zuerst unter Hohenzoller Herrschaft, später dann preußisch geprägt und seit fast 500 Jahre protestantisch. Gibt es so was wie preußisch protestantische Tugenden?

Ursprünglich galten die preußischen Tugenden lediglich für das Heer und wurden erst später von der preußischen Gesellschaft, die sich selbst zunehmend am Militär orientierte, übernommen. Charakteristisch für das preußische Gesellschaftssystem war eine strenge Hierarchie. So galten Treue, Selbstverleugnung zugunsten von Staat und König („Wer auf die preußische Fahne schwört, hat nichts mehr, was ihm selber gehört“), Tapferkeit ohne Wehleidigkeit („Lerne leiden, ohne zu klagen“), Unterordnung, Mut und Gehorsam (jedoch nicht ohne Freimut) als erstrebenswert. (Selbst-)Disziplin, eine unerlässliche militärische Tugend, umfasste auch Härte, gegen sich noch mehr als gegen andere.

Unsere Gesellschaft ist, Gott sei Dank, entmilitarisiert. Da kann man sich solche alten Zöpfe nicht unmittelbar als Vorbild nehmen. Doch unsere Gesellschaft braucht auch Menschen, die sich im gesunden Gleichmaß halten. Es geht von einem Event (Fußball EM) zum nächsten (Olympiade), zwischendurch Schreckensnachrichten… ein Wechselbad der Gefühle. Zuversicht und Tapferkeit sind keine Tugenden, die man befehlen könnte, aber die einen herausfordern, aufrecht im Leben zu stehen und sich nicht unterkriegen zu lassen.

(foto http://www.politische-bildung-brandenburg.de/node/8332 text fm)

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