11 Sep „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?“

So fragten sich früher die Menschen. Heute sind es andere Fragen, die wir uns stellen, etwa: „Was muss ich tun, um erfolgreich zu sein?“ oder „Was muss ich tun, um lange zu leben?“ Das sind alles Existenzfragen, ohne sie kommt kein Mensch aus. Manchmal verdrängt man solche Fragen, aber die wenigsten Menschen sind so materiell abgestumpft, dass nicht durch die Sinnfrage sich einen stellt.

Seit März in diesem Jahr stellen wir uns auch die Frage: „Was muss ich tun, um nicht vom Coronavirus angesteckt zu werden?“ oder „Was muss ich tun, um anderen Menschen nicht womöglich mit dem Virus anzustecken?“ Die seit 5 Monaten staatlich verordneten Maßnahmen beantworten nicht die Frage „Wie kann ich wieder ein normales Leben führen?“ Wir leben in einer Demokratie, in der wir auch die Politik des Staates hinterfragen können, dürfen müssen. So eindeutig ist es uns nicht vermittelt worden, wie das mit dem Virus ist, woher er kommt und wie er sich ausbreitet. Die Regierung hat sich für eine Variante entschieden, aber man darf nachfragen. Andere Virologen geben eine andere Sicht wieder. Wenn man nachfragt, wird gesagt „… das musst du eben glauben, was die uns sagen…“ Meine Antwort darauf ist: „Wenn ich glauben will, gehe ich in die Kirche. Wenn ich es wissen will, will ich es selbst verstehen!“ Es verbietet sich die Frage „Was muss ich tun, um mich politisch angepasst zu verhalten!“ Die Verantwortlichen sollten sich fragen „Was müssen wir tun, um die Fragen sachlich zu beantworten?“

Die Kirchen und Gemeinden haben sich natürlich an die Vorgaben mit Sicherheits – und Hygieneschutz gehalten. Jesus hat uns das Gebot gegeben, Gott zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst. Wie kann man seinen Nächsten lieben, wenn der Staat Abstandsregel verordnet? Wenn man sein Gesicht, Mund und Nase bedecken soll? Hat der Staat das Recht, die Nächsten Liebe so einzuschränken?

Unser aller Leben ist in Gottes Hand. Es gab und es wird immer Viren geben. Was wir tun können, ist unser Immunsystem zu stärken durch eine gesunde Lebensweise, gesunde ausgewogene Ernährung und durch Sport. Und wir werden hier auf der Erde nicht ewig leben. Es könnte die Einstellung sich breit machen, dass der Staat uns durch seine Verordnungen vor Krankheit und Sterben schützen könnte.
„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?“, heißt letztlich, durch die Liebe bekommt mein Leben einen bleibenden Wert, auch wenn ich krank werde und irgendwann sterben muss. Meint Pfarrer Friedhelm Müller aus Ansbach-Elpersdorf.

(Foto F.Müller)