04 Jul Das Spiel muss gespielt werden – das Leben muss gelebt werden.

Die Fußball-Europameister­schaft in Frankreich ist jetzt in der heiße Phase, da gilt kein taktieren mit Punkten und Toren. Gewinnen oder verlieren – und sei es 120 min. Und mit 18 11m Schüssen, am Ende gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore geschossen hat.

Zuschauermassen wollen in die Stadien und auf die Fanmeilen dabei sein. Wer kommt weiter? Alles dreht sich um das Spektakel auf dem „heiligen Rasen“, Spieler werden verehrt wie Heilige. Kann man Parallelen zwischen Fußball und Religion ziehen? Was hat Glaube und Fußball mit einander zu tun? Schauen wir mal genauer hin: Fans falten die Hände, blicken nach oben in den Himmel „möge der Elfmeter doch im gegne­rischen Tor versenkt werden oder der Schuß auf eigene Tor vorbeigehen.“ Fussball und Glauben – ein Thema das einen bisweilen zum Schmunzel bringen kann.

Wahrscheinlich hat sich beispiels­weise Diego Maradona mit sei­ner »Hand Gottes« im Ausdruck vergriffen. Hat er das zur Fußball-Weltmeisterschaft 1986 nach dem Spiel England gegen Argentinien tatsächlich so gemeint? Sprichwörtlich ist die „Hand Gottes“ aber geworden.

Es gibt noch eine andere Ge­schichte über Zlatan Ibra-hi-movic, einen brillanten schwedisch­-bosnischen Fußballer, der auch zur Selbstironie fähig ist. Als Ibrahimovic im Sommer 2012 zu Pa­ris Saint Germain wechselte, ging er zu seinem Trainer Carlo Ancelotti (jetzt in München) und frag­te: »Trainer, glauben Sie an Gott?« Ancelotti bejahte, worauf Ibrahimovic meinte: »Er steht vor Ih­nen.«

(foto www.undvornehilftderliebegott.de text fm nach Marcel Reif)