26 Okt das Reformationsjubiläum in Ansbach

Kanzelrede der Präsidentin der Landessynode der ELKB Dr. Annekathrin Preidel
Reformationstag 2016 – St. Johannis/ Ansbach am 31. Oktober 2016

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Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit uns allen! Er, der da war, der da ist und der da kommt, öffne uns die Herzen und Sinne für das Wort seines Evangeliums! Amen.

Liebe Gemeinde!

Endlich ist es so weit! Wir biegen in die Zielgerade ein! Was 2007 begann und über zehn Themenjahre lang die Wirkungen der Reformation beleuchtete, mündet nun in das weltweit lang erwartete und vorbereitete Jubiläumsjahr.

Werfen wir einen Blick zurück an den Anfang des Reformationsjahrzehnts:

Es ist Ende Januar 2007. Der Rat der EKD hat zum Zukunftskongress nach Wittenberg geladen. Allerdings kann in der traditionsreichen Schlosskirche, kein Gottesdienst gefeiert werden. Zu sehr hat das Sturmtief „Kyrill“ sie gebeutelt. Eine Turmspitze und einige Balken sind ins Kirchendach eingedrungen. Dabei ist die Wittenberger Schlosskirche eigentlich sturmerprobt. Auch wenn die Wucht der Hammerschläge Martin Luthers am 31. Oktober 1517 durch protestantische Verklärung immer ohrenbetäubender wurde und der Thesenaushang selbst eine unspektakuläre Angelegenheit gewesen sein dürfte, so ist die Wittenberger Schlosskirche doch der Ort einer Weltbilderschütterung. In der für das Festjahr frisch renovierten und vor wenigen Wochen erst wieder eingeweihten Schlosskirche war der Lufthauch des Geistes der Veränderung erstmals spürbar. Er wurde zum Sturm und zum Rückenwind einer Kirche der Zukunft, die seither der Wind der Veränderung, der „Wind of Change“ antreibt, den die „Scorpions“ im Jahr 1989 an einem anderen Wendepunkt der Geschichte besangen.

Der Song „Wind of Change“ des Sängers Klaus Meine, die Hymne der Wende, ist eine der erfolgreichsten Singles aus deutscher Produktion. Vielleicht haben Sie die Melodie sogar im Ohr. Auch wenn sich die Schönheit des englischen Textes in der Übersetzung verliert, versuche ich dennoch, die faszinierendsten Passagen ins Deutsche zu übertragen.

„Take me / to the magic of the moment on a glory night“ hieß es in einer der einprägsamsten Zeilen des Liedes: „Führe mich / zum Zauber des Augenblicks / in einer Nacht der Herrlichkeit / in der die Kinder von morgen ihre Träume teilen / mit dir und mir / in der die Kinder von morgen sich hinwegträumen / im Wind der Veränderung / der der Zeit ins Gesicht bläst / wie ein Sturm / der die Glocke der Freiheit erklingen lässt / auf dass Friede werde / Friede des Geistes. / Führe mich / zum Zauber des Augenblicks / in einer Nacht der Herrlichkeit.“

Der Song der Scorpions ist ein Freiheitspsalm. Und die Hymne der Wende von 1989 ist zugleich eine Hymne der Reformation. Denn der Wind der Veränderung, der uns fünfhundert Jahre nach Luthers Thesenanschlag den Rücken für künftige Veränderungen stärkt, blies vor fünfhundert Jahren der damaligen Zeit und der damaligen Kirche ins Gesicht. Der Song „Wind of Change“ ist es also wert, in einer Kanzelrede am Reformationstag zitiert zu werden.

Lassen Sie mich aus gegebenem Anlass etwas pathetisch werden, damit der historische Augenblick des Reformationsjubiläums mit der Hymne der Wende zusammenstimmt: Auch die Hammerschläge an der Wittenberger Schlosskirche ließen die Glocke der Freiheit erklingen und die Kinder des Spätmittelalters sich hinwegträumen in eine neue Zeit der Kirche und der Gesellschaft. Der Geist der Veränderung wurde zum Motto der Reformation: Es galt und es gilt seit 1517, die Kirche immer wieder und immer neu zu verändern. Ecclesia semper reformanda!

Als evangelisch freie Christenmenschen und als Protestanten und Protestantinnen gegen eine Kirche, welche die Zeichen der Zeit verschläft, halten wir viel auf dieses Motto. Ecclesia semper reformanda! Das bedeutet aber auch gleichzeitig, immer wieder auch zum Stein des Anstoßes zu werden, denn Veränderung geschieht nicht von selbst. Sie muss angestoßen werden, damit der Stein ins Rollen kommt und – um Martin Luther zu zitieren – „den Himmel (zu) stürmen und die Welt in Brand (zu) setzen.“ In Brand: mit dem Feuer des Evangeliums, dessen Flammen uns nicht zerstören, sondern uns spüren lassen, dass Gott – wie Luther gesagt hat – ein glühender Backofen voller Liebe ist.

Aber seien wir ehrlich zu uns selbst: Ist uns dieser Geist der Dauerveränderung nicht zu riskant und zu anstrengend?

Nimmt er uns nicht sämtliche Stabilität und Sicherheit?

Wäre es nicht fünfhundert Jahre nach der Reformation für die Kirche an der Zeit, den Menschen wieder eine spirituelle Heimat und geistliche Geborgenheitsräume zu geben?

Sollte also das Motto einer Kirche des Gottvertrauens nicht vielmehr sein: Ecclesia semper idem? Kirche immer gleich und allzeit dieselbe statt Kirche immer neu? Wäre das nicht menschenfreundlicher und evangelischer und wirklich eine gute Nachricht für eine christliche Kirche, die mit Traditionsabbrüchen und Kirchenaustritten zu kämpfen hat und deren Mitglieder sich manchmal nach dem guten alten christlichen Abendland zurücksehnen?

Wem der Wind of Change all zu heftig ins Gesicht bläst, kann ja durchaus auf den Gedanken verfallen, ihm den Rücken zuzukehren, eine Kehrtwende zu vollziehen und sich auf den Rückweg zu machen

Das Wesen der Reformation, liebe Gemeinde, besteht darin, dass sie den Geist der Veränderung und den Geist der Rückkehr zum Urvertrauten verbindet! Es wäre ein krasses Missverständnis, die Kirche der Reformation als Kirche zu verstehen, die ihr Fähnchen unentwegt nach dem Wind hängt, jedem Zeitgeist hinterher rennt und ihre Mitglieder unter permanenten Veränderungsstress setzt. Als wäre Veränderung ein Wert an sich! So sehr die Reformatoren spürten, was an der Zeit war, so sehr verdankt sich ihre Geistesgegenwart der Sensibilität für den Geist Jesu Christi. Die Reformatoren wurden dadurch zu Hebammen einer neuen christlichen Kirche, dass sie sich auf das uralte Wort Gottes zurückbesannen, dass der Gerechte aus Gnade lebt und dass wir wie Bäume, gepflanzt an Wasserbächen, in Gottes Wohlwollen wurzeln, aus dem uns nichts und niemand herausreißen kann.

Als Martin Luther seine geistliche Identität gefunden hatte, weil er sich in der Unerschütterlichkeit der Barmherzigkeit und Liebe Gottes geborgen wusste, konnte ihn nichts mehr erschüttern. Durch die Lektüre des Evangeliums ging ihm das Licht der Liebe Jesu Christi, des Herrn der Kirche auf. Und so verlor er seine Angst vor den Herren der Kirche, vor den Herren der Welt, vor Tod und Teufel:

„Und wenn die Welt voll Teufel wär / und wollt uns gar verschlingen, / so fürchten wir uns nicht so sehr, / es soll uns doch gelingen. / Der Fürst dieser Welt, / wie sau’r er sich stellt, / tut er uns doch nicht; / das macht, er ist gericht’: / ein Wörtlein kann ihn fällen.“

Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit ist der Motor und der Grund aller Veränderung der Kirche. Weil er der Rückenwind seiner Kirche ist, kann sie getrost in Richtung Zukunft gehen, auch wenn ihr der Wind der Veränderung noch so sehr ins Gesicht bläst und noch so sehr zu schaffen macht. Und weil er, Jesus Christus, der Rückenwind seiner Kirche ist, muss sie sich immer wieder verändern, darf aber auch getrost sein, dass sie in diesen Veränderungen nicht allein ist. Wenn sich die Kirche wirklich von Christus antreiben lässt, muss sie sich immer wieder selbstkritisch fragen, ob sie sich nicht durch den Erhalt liebgewonnener Strukturen und Gewohnheiten vor ihm und vor dem Windhauch seines Geistes in Sicherheit zu bringen sucht. Es könnte ja sein, dass eine Kirche, die sich selbst genügt und getreu dem Motto „Das haben wir schon immer so gemacht!“ handelt, gerade nicht die Kirche Jesu Christi ist. Also: die wahre Veränderung der Kirche geschieht nicht um des Prinzips Veränderung, sondern um Christi willen. Jesus Christus ist das Prinzip einer Kirche, die, wenn es an der Zeit ist, immer wieder neu werden und sich auf ihren uralten, tragenden Grund zurückbesinnen muss. Aber auch Letzteres heißt nicht, dass die Kirche Traditionen um der Traditionen willen pflegen darf. Bekanntlich ist Tradition nicht die Anbetung der Asche, sondern die Bewahrung des Feuers – im Falle unserer Kirche die Bewahrung des Feuers des Geistes Gottes, der die Welt verändert.

„Ja, aber …!“ Schaffen wir das wirklich? Ist so viel Veränderung wirklich gut für uns? Lauern nicht zu viele Gefahren in der Zukunft? Wo kämen wir denn da hin, wenn wir zu viel riskieren und uns so sehr für fremde und ungewohnte Gedankenspiele begeistern, dass wir Kirche neu denken? Wo kämen wir denn da hin, wenn wir vorausdenken statt nachtrauern würden und uns nicht als Kirche im Sinkflug begreifen, sondern zu Höhenflügen der Hoffnung ansetzen? Wo kämen wir denn da hin? Wer weiß, vielleicht kämen wir mitten ins Reich Gottes! Vielleicht würden wir, wenn wir Christinnen und Christen aus Gottvertrauen furchtlos geworden wären, unserem Namen und dem Namen Jesu Christi endlich alle Ehre machen!

Vor einigen Monaten kam die Kirchenleitung unserer Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu einer Konferenz in der Evangelischen Akademie Tutzing zusammen. Es war der offizielle Start für den Zukunftsprozess unserer Landeskirche. Wir begannen, darüber nachzudenken, wie wir als Kirche aus unserer spirituellen Mitte heraus den Herausforderungen der Zukunft begegnen könnten. Denn als Kirchenleitung hatten wir beschlossen, inmitten der fetten Jahre an die mageren Jahre zu denken und kreativ zu werden, solange es noch Spielräume dafür gibt.

Die Tutzinger Tagung wurde trotz vieler Fragezeichen und trotz großer Unsicherheit, auf welchen Weg wir uns da als Kirchenleitung begeben würden und ob da nicht etwa Steine im Weg liegen würden, an denen wir uns stoßen könnten, zu einem inspirierenden Ereignis.  Ich fühlte mich in Tutzing in die alttestamentliche Erzählung aus 4. Mose 13 hineinversetzt. Moses sendet in der Wüste Kundschafter aus, um das Land Kanaan zu erkunden, das Gott den Israeliten versprochen hat. Er gebietet: ihnen: „Geht über die Berge und seht euch in dem neuen Land um! Berichtet uns über die Zukunftsaussichten und die Lebensgrundlagen dort!“ Als die Kundschafter zurückkehren, bringen sie zum Beweis für die Fruchtbarkeit dieses Landes Früchte mit: Trauben, Granatäpfel und Feigen. „Vor uns“, so sagen sie, allen voran Kaleb, „liegt wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen!“ Aus einigen wenigen Früchten schließen die Israeliten auf ein paradiesisches Land! Das nenne ich Gottvertrauen! Die Kundschafter hätten ja auch ganz anders denken und sagen können, im Land Kanaan lauere nur Gefahr, und mehr als eine lausige Weinrebe, ein paar erbärmliche Früchte und den sicheren Untergang gebe es im Land der Zukunft Israels nicht zu holen. Sie hätten gemäß der Logik des „Ja, aber …!“ argumentieren und sagen können, sie seien zwar mit heiler Haut von ihrer Expedition in die Zukunft zurückgekehrt, aber das ganze Vorhaben sei doch zum sicheren Scheitern verurteilt. Und in der Tat berichtet 4. Mose 13, 31 bis 14, 2 denn auch von dem großen Murren, das sich im Volk erhebt und das ja auch uns nicht ganz fremd ist, die wir manchmal skeptisch in die Zukunft blicken und vom Gedanken beschlichen werden: „Wir schaffen das nicht.“ Auch die Männer, die mit Kaleb ins verheißene Land hinaufgezogen waren, sagen: „Wir schaffen das nicht.“ In der biblischen Erzählung sprechen sie voller Angst und Resignation: „Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dieses Volk; denn sie sind uns zu stark.’ Und sie brachten über das Land, das sie erkundet hatten, ein böses Gerücht auf unter den Israeliten und sprachen: ‚Das Land, durch das wir gegangen sind, um es zu erkunden, frisst seine Bewohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von großer Länge. Wir sahen dort auch Riesen, und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken und waren es auch in ihren Augen. Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das Volk weinte die ganze Nacht. Und alle Israeliten murrten gegen Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: ‚Ach, dass wir in Ägyptenland gestorben wären oder noch in dieser Wüste stürben!“ So, liebe Gemeinde, entstehen Dämonen. Die Dämonen, gegen die Martin Luther kämpfte und nach denen er sein Tintenfass warf. So entstehen die Dämonen, die uns den Mut zum Leben nehmen und uns den Atem rauben. So entsteht das Gefühl, dass uns ein Sturm ins Gesicht bläst, dem wir nicht zu trotzen vermögen, weil wir inmitten seines Tobens kaum mehr Luft holen können.

Obwohl Raum für Neues ist, obwohl vor uns ein Land liegt, das vielleicht üppige Früchte trägt, lassen wir alles beim Alten. Wir erzählen die Geschichten des „Ja, aber …!“ und treiben uns so lange den Mut aus, bis unser negatives Denken zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

In Tutzing ging es den Mitgliedern der Kirchenleitung anders. Es gelang uns, von den Geschichten des „Ja, aber …!“ zu schweigen und uns an den jenen Kundschaftern des 4. Mosebuches zu orientieren, die ihr Glaube andere Geschichten erzählen und eine andere Logik der Dinge erkennen ließ.

Wir spürten einen Hauch des Wind of Change der Scorpions, welcher auch bei dem Theologen Karl Barth, dem Mitverfasser der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, die wir als bayerische Landeskirche uns gerade neu vergegenwärtigen, hörbar ist. Er hat in einer Vorlesung des Jahres 1946 die Aufgabe der Verkündigung des Evangelium beschrieben: Verkün­diget das Evan­gelium aller Kreatur!‘ Die Kirche läuft wie ein He­rold, um die Bot­schaft aus­zurichten. Sie ist“, so Karl Barth, „nicht eine Schnecke, die ihr Häuslein auf dem Rücken hat und der so wohl darin ist, dass sie nur dann und wann ihre Fühler ausstreckt und dann meint, nun sei dem ‚Öffentlichkeitsanspruch‘ Ge­nüge getan! Nein, die Kir­che lebt von ihrem Heroldsauftrag … Wo Kir­che lebt, da muss sie sich fra­gen lassen, ob sie diesem Auftrag dient oder ob sie Selbstzweck ist? Ist das Zweite der Fall, dann fängt es in der Regel an, ‚sakral‘ zu schmecken, zu frömmeln, zu pfäffeln und zu muffeln. Wer eine feine Nase hat, der wird das riechen und schrecklich finden! Das Chri­stentum ist nicht ‚sakral‘, son­dern in ihm weht die frische Luft des Gei­stes. Sonst ist es nicht Chri­sten­tum. Es ist eine ganz und gar ‚weltli­che‘ Sache: offen zur Mensch­heit hin …  Es geht um etwas Größeres als um un­ser bisschen Predigt und Liturgie. Es geht um die Hoffnung auf das Reich Gottes. Neben dieser christlichen Hoffnung, die das Re­volutio­närste ist, was man sich denken kann, sind alle anderen Revolutionen nur Platz-Patrönchen.“

Es geht also, liebe Gemeinde, um etwas Größeres als um Kirchenleitung, Kirchenverwaltung und Kirchenerhaltung. Es geht um Jesus Christus. Er allein, nicht Reformen oder Reförmchen, ist unsere Hoffnung. Er, der Auferstandene, ist unsere Zukunft. Er gibt uns Mut! Mut zur Hoffnung und Mut zur Veränderung!

Und war dieser Mut zur Veränderung nicht auch unlängst spürbar, als im Sommer letzten Jahres viele ihren Augen nicht trauten und sie sich selbst nicht wiedererkannten, weil ihnen die Not der Menschen, die aus ihren Heimatländern vor Krieg und Gewalt zu uns flohen, näher war als ihre eigenen Vorurteile? Da war er plötzlich, der „Wind of change“!  Da gelang es unserer Kirche unbürokratisch, spontan und flexibel zu sein. Ehe unsere Bundeskanzlerin „Wir schaffen das!“ propagierte, sagten wir: „Wir schaffen Herberge!“ Die Synode stellte außerordentlich Haushaltsmittel zur Verfügung und die sogenannte AG Herberge sorgte aufmerksam für die effektive Verwendung dieser Mittel. Da ging es nicht nur um ein Dach über dem Kopf, sondern um das Öffnen von Türen, um Begleitung und Geborgenheit. Die ehrenamtlichen Unterstützernetzwerke wurden gestärkt. Vielen Menschen wurde und wird geholfen. Es geht doch!

Halten wir also unsere Nasen und Sinne auch weiterhin in den Wind der Veränderung. Er weht uns nicht fort von allen sicheren Häfen, sondern in die Arme Jesu Christi!

Möge dieser Jesus Christus uns zum Zauber Magie des Augenblicks und in Nächte und Tage der Herrlichkeit führen, in denen die Kinder von morgen ihre Träume teilen mir dir und mir, in der die Kinder von morgen sich hinwegträumen im Wind der Veränderung, der der Zeit ins Gesicht bläst wie ein Sturm, der die Glocke der Freiheit erklingen lässt, auf dass Friede werde, Friede des Geistes, Friede auf Erden.

Und dieser Friede, der Friede Gottes, der höher und tiefer ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Amen.

 

Ansbach feiert das Reformationsjubiläum
vom 31.Oktober 2016 – 31.Oktober 2017

Gottesdienste und Vorträge
zum Reformationsjubiläums 2017 in Ansbach

Die Entdeckung des Evangeliums – was es beim Reformationsjubiläum zu feiern gibt
Prof. Dr. Wolfgang Schoberth Friedrich-Alexander-Universität, Fachbereich Theologie, Erlangen
Das Reformationsjubiläum 2017 ist keine unkritische Jubelveranstaltung.
Vielmehr wird mit Recht auch über Ambivalenzen und dunkle Seiten gesprochen – auch bei Martin Lu­ther.
Dennoch sollte das nicht verdecken, was wirklich Anlass zum Feiern ist: für alle Christinnen und Christen.
Das Zentrum der Reformation war die Entdeckung des Evan­geliums,
und diese Entdeckung gilt es immer wieder neu zu machen.
Mittwoch, 2. November 2016,19.30 Uhr
Gemeindezentrum St. Gumbertus – Beringershof, Johann-Sebastian-Bach-Pl. 5

 

Kantatengottesdienst zum Reformationsfest
Sonntag, 6. November, 10.30 Uhr St. Gumbertuskirche
Musik: Ansbacher Kantorei, Kammerorchester und Solisten
unter Leitung von Dekanats­kantor Carl Friedrich Meyer
Predigt: OKR Regionalbischöfin Gisela Bornowski

 

Reformation und die Juden – ein schwieriges Erbe
Dr. Axel Töllner, Institut für christlich-jüdische Studien, Neuendettelsau
Dienstag, 8. November 2016,19.30 Uhr
Gemeindezentrum St. Gumbertus – Beringershof, Johann-Sebastian-Bach-Pl. 5

 

„Ich will dich ins Herze schließe“
– Die Mystik in den Liedern Paul Gerhardts
Pfarrer i.R. Prof. Dr. Rudolf Keller, Ansbach
Dienstag, 15. November 2016,19.30 Uhr
Gemeindezentrum St. Gumbertus – Beringershof, Johann-Sebastian-Bach-Pl. 5

 

Orte der Reformation: Ansbach-Dinkelsbühl-Feuchtwangen-Rothenburg
Buchvorstellung von Prof. Dr. Andreas Gößner, Beyerberg
Mittwoch, 30. November 2016,18 Uhr
Gemeindezentrum St. Gumbertus – Beringershof, Johann-Sebastian-Bach-Pl. 5

 

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(Bild: Steffen Schellhorn / epd-bild)

 

 

 

Kirchweih und Reformationsjubiläum in Elpersdorf:

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