15 Mai Andacht zur Woche von Pfrin. Susanne Marquardt

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“ Joh. 12,32

Der Traum des Fliegens war vor hundert Jahren groß.

Die Möglichkeit einmal als Weltraumtourist auf dem Mond oder gar den Mars zu fliegen, wird vielleicht einmal möglich sein. Es wird daran gearbeitet.

Erhöht werden von der Erde, das meint biblisch, zu Gott gehen, zum Allerhöchsten. Und damit ist das Bild des himmlischen Weltenrichters verbunden, der im Himmel sitzt. Manchmal wird Gott auch auf einen Regenbogen sitzend abgebildet und thron auf seinem Richterstuhl.

Himmelfahrt, das Fest der Kirche, das die Bedeutung des Namens in sich trägt ist das Fest, an dem Jesus der Auferstandene zu seinem Vater aufgefahren ist. So bekennen wir es im Glaubensbekenntnis: Auf gefahren in den Himmel.

Aber wo ist er nun? In der Höhe, im Himmel? Die Welt mit anderen Augen zu sehen, so wie es voller Bewunderung der Astronaut Gerster beschrieben hat, muss schon etwas wunderbares sein. Sein Blick und die Bilder von der Raumkapsel haben die Schönheit der Erde als blauen und schützenswerten Planeten neu gezeigt. Die Füße am Boden und die Hände zum Himmel gestreckt, das feiern wir Christen jedes Jahr am Himmelfahrtstag.

Mit beiden Füßen auf dem Boden und dem Duft des Himmels in der Nase feiern wird Christen jedes Jahr Himmelfahrt. Viele Gottesdienste im Freien sind dafür ein Zeichen und Hinweise.
Wir Christen leben im Hier und Jetzt, und riechen schon etwas von der himmlischen Herrlichkeit.

Von diesem betörenden Duft will ich mich gerne anlocken lassen. So wie unsere jüdischen Geschwister am Ende jedes Sabbats an der Dose mit Gewürzen riechen, so soll der himmlische Duft der Feldblumen uns einen Hinweis auf die Herrlichkeit Gottes geben. Und der Traum von Fliegen ist Wirklichkeit geworden, auch andere Träume, wie der von Reich Gottes werden Wirklichkeit werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Woche

Ihre Pfarrerin Marquardt